GESICHTS- UND KIEFERANOMALIEN

Gesichtsanomalien

Gesichts- und Kieferanomalien

Kieferorthopädisch-chirurgische Eingriffe (Dysgnathie-Chirurgie)

Der Begriff Dysgnathie-Chirurgie fasst alle operativen Behandlungen zusammen, die der Korrektur von Fehlstellungen des Gesichtsschädels dienen. Die meisten unserer Patienten werden erst nach Abschluss des Wachstums im Rahmen des kieferorthopädisch-chirurgischen Konzeptes behandelt. Trotzdem ist eine Entscheidung über die weitere Behandlung schon im Alter von ca. 14 Jahren sinnvoll. Zu diesem Zeitpunkt kann bis auf wenige Ausnahmen festgestellt werden, ob eine Fehlbildung allein auf kieferorthopädischem Wege oder auch zusätzlich chirurgisch therapiert werden muss.


Die Behandlung lässt sich in 3 Etappen einteilen:

Begonnen wird in der 1. Phase mit der sehr wichtigen kieferorthopädischen Vorbehandlung. Dabei werden die Zahnbögen optimal ausgeformt.

In der 2. Phase wird die chirurgische Behandlung durchgeführt. Fast 95 % unserer Patienten werden im Unterkiefer nach der Methode von OBWEGESER DAL PONT operiert. Im Oberkiefer erfolgt eine Osteotomie in der LE FORT-I-Ebene und dreidimensionale Verlagerung des Oberkiefers. Die Entscheidung, ob beide Kiefer operiert werden müssen, machen wir von ästhetischen Kriterien und von der Verlagerungsdistanz abhängig. Bei sehr großen Distanzen und zur transversalen Verbreiterung von Ober- und Unterkiefer setzen wir zusätzlich Distraktionsverfahren ein. Die Patienten werden nach der Operation für 3–5 Tage stationär in unserer Belegabteilung im Städtischen Klinikum Dresden-Neustadt behandelt. Anschließend erfolgt die ambulante Betreuung meist für 6 Wochen in unserer Praxis. Die begleitende kieferorthopädische Behandlung wird am Heimatort durch den Kieferorthopäden oft schon parallel dazu fortgesetzt.

Kurz nach der Operation beginnt die 3. Phase des gemeinsamen Behandlungskonzeptes. Durch den Kieferorthopäden wird nun der postoperative Biss eingestellt und später die Fixierung des Ergebnisses vorgenommen. Insgesamt müssen die Patienten mit einer 3-jährigen Gesamtbehandlungszeit rechnen.